„High Tech Produkte aus Braunkohle

Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Dirk Wiese besucht RWE-Forschung Niederaußem und Tagebau Hambach

Nicht nur durch Vorlagen auf Berliner Schreibtischen wollte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie die Perspektiven der Nutzung von Braunkohle als Chemierohstoff kennen lernen. Dirk Wiese, MdB, besuchte den Tagebau Hambach und das Innovationszentrum Kohle am Kraftwerk Niederaußem. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion im Rhein-Erft-Kreis Dierk Timm und dem Vorsitzenden der SPD im Rhein-Kreis Neuss Daniel Rinkert sowie dem Landtagsabgeordneten Guido van den Berg wurde der Syntheseteststand „Fabiene“ besucht. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Anlage bis 2020 mit einem Gesamtvolumen von rund 9 Mio. Euro.

Parlamentarischer Staatssekretär Dirk Wiese betont: „Ich bin beeindruckt von dieser High-Tech aus dem Herzen des Rheinischen Reviers. Das eröffnet interessante Perspektiven zur Wertschöpfung und Arbeitsplatzsicherung in der Region – nicht nur in der Braunkohlenindustrie, sondern auch für die gesamte Chemie-Industrie an Rhein und Ruhr.“

Bundestagskandidat Daniel Rinkert erklärt: „Synthesegas aus Braunkohle besteht im Wesentlichen aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff und wird mit Hilfe von Katalysatoren zu den gewünschten Produkten umgewandelt. Mit der Entwicklung dieser Katalysatoren kann die Prozesskette von Braunkohle zu Vorprodukten für die chemische Industrie vollständig erprobt werden.“

Und Dierk Timm erläutert: „Der Kohlenstoff wird im Rheinischen Braunkohlenrevier so effizient gewonnen, dass die variablen Preise anderer Länder damit unterboten werden können.“ Und Guido van den Berg stellt heraus: „Diese Technologie funktioniert nicht nur mit Braunkohle. Auch andere biogene Stoffe – zum Beispiel Nachwachsende Rohstoffe der dritten Generation – sind einsetzbar. Und auch die vollständige stoffliche Wiederverwendung von Kunststoffen ist mit diesen Technologien möglich. Es geht darum, das zirkuläre Wirtschaften auch für den Kohlenstoff neu zu ermöglichen“

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