Der Bundestagsabgeordnete Daniel Rinkert hat den Papierhersteller MM im Neusser Werk besucht und sich vor Ort über Produktion, Kreislaufwirtschaft und aktuelle Herausforderungen der Industrie ausgetauscht. Begleitet wurde er dabei vom SPD-Fraktionsvorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Neuss, Sascha Karbowiak. Durch das Unternehmen führten Thomas Knapp und Frank Guertler von MM Neuss, sowie Christoph Baller vom Industrieverband.
Das Werk blickt auf eine lange Tradition zurück: Bereits seit 1911 wird am Standort Neuss Papier produziert. Seit 1984 gehört der Betrieb zur österreichischen MM Group, die weltweit rund 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 33 Ländern beschäftigt, 130 Länder werden beliefert. In Neuss selbst entstehen beeindruckende Mengen: Etwa 1.200 Meter Papier pro Minute und etwa 400.000 Tonnen pro Jahr werden an rund 355 Produktionstagen im Jahr hergestellt.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Bedeutung von Kreislaufwirtschaft für eine nachhaltige Industrie. „Altpapier ist ein besonderer Rohstoff. Er kommt immer wieder zurück in den Kreislauf und muss deshalb auch als wertvolle Ressource behandelt werden. Dass wir in Deutschland so hochwertiges Altpapier haben, liegt tatsächlich an der guten Mülltrennung der Bürgerinnen und Bürger“, betonte Rinkert.
Als zuständiger Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für Emissionen beantwortet er im fachlichen Austausch über aktuelle industriepolitische Fragen. Dabei ging es unter anderem um den Abbau bürokratischer Hürden sowie die industrielle Transformation. Diskutiert wurde etwa, wie Genehmigungsverfahren beschleunigt, faire Wettbewerbsbedingungen im Emissionshandel gesichert und eine moderne, wettbewerbsfähige Industrie langfristig gestärkt werden können.
Gemeinsam mit Sascha Karbowiak ging es unter anderem um die Verkehrsführung rund um das Werk sowie um Fragen der Be- und Entwässerung. „Das Unternehmen ist ein wichtiger Arbeitgeber mit tollen Mitarbeitern, die auch größtenteils in unserer Stadt leben – deswegen freuen wir uns, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Neuss und Bürgermeister Reiner Breuer gelobt wurden“, so Sascha Karbowiak.
Zum Abschluss nahm Rinkert mehrere Anregungen und Fragen für seine parlamentarische Arbeit in Berlin und kommende Gesetzesinitiativen mit.
