Wer bei Integration spart, zahlt am Ende drauf

Beim Austausch mit Jugendmigrationsdiensten, Migrationsberatungsstellen und sozialen Trägern in Neuss hat Daniel Rinkert (MdB) eindrücklich erlebt, wie viel engagierte Integrationsarbeit vor Ort geleistet wird. Für ihn ist klar: Wer bei Beratung, Sprachförderung und Begleitung spart, riskiert am Ende höhere gesellschaftliche und finanzielle Folgekosten.

Wie gelingt Integration konkret vor Ort? Darüber hat sich der Bundestagsabgeordnete Daniel Rinkert in Neuss mit Vertreterinnen und Vertretern der Migrationsberatungsstellen und Jugendmigrationsdienste im Rhein-Kreis Neuss ausgetauscht. Mit dabei waren der AWO Bezirksverband Niederrhein e. V., der Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e. V. und die Diakonie Rhein-Kreis Neuss e. V. aus der Migrationsberatung sowie die IB West gGmbH des Internationalen Bundes und die Katholische Jugendagentur Düsseldorf gGmbH mit ihren Jugendmigrationsdiensten.

Die Beratungsstellen unterstützen bei ganz konkreten Fragen. Von der Anerkennung ausländischer Abschlüsse und dem Zugang zum Arbeitsmarkt über Sprachförderung, Aufenthaltssicherung und Familiennachzug bis hin zu drohender Wohnungslosigkeit und Wohnungssuche. Jugendmigrationsdienste richten sich dabei insbesondere an junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren, die Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte grundsätzlich an Menschen ab 27 Jahren.

Besonders beeindruckt zeigte sich Rinkert von der guten Zusammenarbeit der verschiedenen Träger: „Hier wird nicht nebeneinander gearbeitet, sondern miteinander. Diese enge Vernetzung ist ein großer Wert für die Menschen im Rhein-Kreis Neuss.“

Der Austausch habe ihn auch persönlich bewegt. „Da sitzen Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass Integration praktisch funktioniert. Gleichzeitig erleben wir, wie groß bei vielen Zugewanderten der Wunsch ist, Deutsch zu lernen, zu arbeiten und sich hier ein eigenes Leben aufzubauen. Sprachkurse werden mit großer Begeisterung wahrgenommen.“

Für Rinkert ist deshalb klar, dass bei diesen Strukturen nicht gespart werden darf: „Wenn wir heute bei Beratung und Sprachförderung kürzen, werden die Folgekosten morgen höher sein. Gute Integrationsarbeit hilft Menschen schneller in Sprache, Ausbildung und Arbeit – und davon profitiert die gesamte Gesellschaft.“

Rinkert kündigte deshalb an, sich in den laufenden Haushaltsberatungen im Bundestag für eine verlässliche Finanzierung der Integrationsangebote einzusetzen. Kürzungen, die bereits in diesem Jahr bei wichtigen Angeboten vorgenommen wurden oder für 2027 vorgesehen sind, will er nicht hinnehmen.

„Ich werde mich dafür einsetzen, dass diese Einsparungen zurückgenommen werden. Gerade bei Integration wäre es kurzsichtig, funktionierende Strukturen vor Ort zu schwächen und damit am Ende höhere Kosten und größere Probleme in Kauf zu nehmen“, so Rinkert.

Dass sein Besuch von den Mitarbeitenden so wertgeschätzt wurde, habe ihn gefreut, aber auch nachdenklich gemacht: „Es sollte selbstverständlich sein, dass Politikerinnen und Politiker den Menschen zuhören, die diese Arbeit jeden Tag leisten. Wer politische Entscheidungen trifft, muss wissen, was sie vor Ort bewirken.“

Bereits zuvor hatte sich Rinkert bei einem Austausch mit der Arbeiterwohlfahrt über die Situation sozialer Dienste informiert. Diesen Dialog wolle er fortsetzen.

Schreibe einen Kommentar

Daniel Rinkert
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreisbüro Rhein-Kreis Neuss
Breite Str. 31
41515 Grevenbroich
daniel.rinkert.wk(at)bundestag.de

Daniel Rinkert
Mitglied des Deutschen Bundestages
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
daniel.rinkert(at)bundestag.de